Das Jahresende wird gerne genutzt, um innezuhalten und auf das Erlebte zurückzuschauen. Insbesondere bei unserem Sport-Club ist jedes Jahr so viel los, dass ein Saisonrückblick absolut Sinn ergibt. Schauen wir gemeinsam auf die vielen großartigen Momente im Jahr 2024.

Über die großen Ereignisse haben wir bereits mit gesonderten Beiträgen im Laufe des Jahres tiefergehend berichtet. Sei es unser Trainingslager in Belgien auf den Spuren der Flandernrundfahrt, unsere in diesem Jahr wieder besser besuchte Radtouristikfahrt Mauer von Uckerath oder unser Abschneiden beim 24-Stunden-Rennen von Rad am Ring. Diese drei Events haben sich als feste Termine in unserem Jahreskalender etabliert und erfreuen sich Jahr für Jahr großer Beliebtheit innerhalb unseres Vereins. Doch darüber hinaus gibt es eine Vielzahl anderer Events und persönliche, erreichte Jahresziele unserer Jungs und Mädels, auf die wir eingehen möchten und auf die man stolz sein kann.

Die Abteilung Radsport wächst weiter

Wir können uns glücklich schätzen, dass wir auch in unserem fünften Jahr weiterhin einen starken Mitgliederzuwachs hatten. Im Jahr 2024 konnten wir in der Sparte Rennrad 14 neue Mitglieder melden. So viel Zuwachs gab es seit dem Gründungsjahr 2020 nicht mehr. Damit wächst unsere Sparte auf nun stolze 57 Mitglieder, was sich erfreulicherweise auch in der Beteiligung beim Training oder anderen Aktivitäten rund um den Verein widerspiegelt. Im Juli haben wir mit 25 Personen einen neuen Vereinsrekord hinsichtlich der Trainingsbeteiligung verzeichnen können. Die Koordination mit so vielen Rennradfahrenden ist für uns definitiv herausfordernd gewesen und wir optimieren weiterhin, wie möglichst alle dabei auf ihre Kosten kommen (z.B. durch verschiedene Leistungsgruppen).

Ebenfalls erfreulich blicken wir zurück auf unser Pilotjahr der E-Bike Gruppe. Mit Hermann-Josef Müller hat sich nach langer Suche ein Gruppenleiter für die Sparte E-Bike gefunden. In der Saison wurde konstant monatlich eine E-Bike Tour angeboten, bei denen im Durchschnitt etwa 8-10 Personen teilnahmen. Zum Jahreswechsel ist nun geplant die E-Bike Gruppe fest im Verein zu verankern und als eigene Sparte in unserer Abteilung Radsport aufzunehmen.

Der SC Uckerath beim Jedermann-Rennen bei Rad am Ring 2024.

Radsport ist Rennsport

Auch wenn der Großteil beim SCU sein Glück im Breitensport findet und sich mit einfachem Radfahren oder der Teilnahme an Radtouristikfahrten zufrieden gibt, so vertritt eine immer größer werdende Delegation unseren Verein auch bei Rennen. Der Sprung in den Lizenzrennbereich ist bisher noch nicht gelungen, doch waren dafür in diesem Jahr einige Jedermann-Rennen dabei. Der SCU war bei Eschborn-Frankfurt (4 Mann), Rund um Köln (8 Mann), Rad am Ring (14 Mann), Cycling Tour Saarbrücken (2 Mann) und den Cyclassics Hamburg (3 Mann) am Start. Darüber hinaus gab es noch Einzelteilnahmen bei Mallorca 312 und VeloCity Berlin (jeweils Yannik Strobl), dem RiderMan im Schwarzwald (Oliver Beisser) und nicht zuletzt auch beim legendären Ötztaler Radmarathon.

Für kein SCU Mitglied hat es zum Treppchen gereicht. Die beste Platzierung erzielte Jean-Pierre Jonen auf der 100 km Strecke bei den Cyclassics Hamburg (Platz 65/4.733, Platz 14/1.113 in seiner Altersklasse). Eine deutlich bessere Platzierung wurde durch einen Massensturz, unmittelbar vor ihm, verwehrt. Glücklicherweise war Jean-Pierre nicht involviert, verlor aber durch den Sturz vor ihm den Anschluss zur Spitzengruppe. Andreas Hönighausen zeigte sich als Ötztaler Radmarathon Finisher überglücklich. Mit 11 Stunden und 35 Minuten blieb Andreas unter dem persönlich gesetzten Zeitlimit von 12 Stunden, um die 227 km und 5.500 Höhenmeter zu absolvieren.

Unser Ötztaler Radmarathon Finisher 2024
Erst das Rennen, dann das Vergnügen – bei Rund um Köln.

Vize-Bezirksmeister 2024

Wir sind Vize-Bezirksmeister 2024! Für die Teilnahme an Radmarathons und Radtouristikfahrten erhalten Inhaber einer Breitensportlizenz sogenannte Wertungskilometer. Durch die Einführung einer neuen App des Bund Deutscher Radfahrer Anfang des Jahres, wurde die bundesweite Auswertung jener Wertungskilometer automatisiert und digitalisiert. Der SC Uckerath hat in diesem Jahr im Radsportbezirk Köln-Bonn-Aachen die zweitmeisten Wertungskilometer erfahren (38.386 km) und ist damit Vize-Bezirksmeister 2024. Einen herzlichen Glückwunsch richten wir an den Bezirksmeister SV Malefinkbach, welche uns am Jahresende in den kalten Monaten durch eine extrem hohe Teilnahme von Permanenten noch auf den zweiten Platz verweisen konnten. Chapeau! Im NRW-Ranking belegen wir Platz 4/157 und bundesweit Platz 11/479 Vereinen. Auf diese Leistung können wir superstolz sein, weil es sich hierbei um ein Teamergebnis handelt, bei dem 29 SCU Mitglieder mitgewirkt haben.

Titelverteidigung 2024

Besonders hervorzuheben ist hierbei unser amtierender Vereinsmeister Stephan Neuhausen, der in diesem Jahr seinen SCU Wanderpokal erfolgreich verteidigen konnte. Mit 7.244 WKM setzte sich Stephan in der vereinsinternen Meisterschaft deutlich gegen seinen engsten Verfolger Mario Gaffke (5.493 WKM) durch. Im Einzelfahrer NRW-Ranking bedeutet das für ihn Platz 15/1.531 und bundesweit Platz 25/3.364. Herzlichen Glückwunsch, das ist eine beachtliche Leistung.

BDR-Radmarathon-Cup Deutschland

Die schönsten und härtesten Radmarathons Deutschlands werden Teil des BDR-Radmarathon-Cup. Die Serie ist als Steigerung zum normalen Radtouristikfahren zu verstehen. Insgesamt 21 Radmarathons standen in diesem Jahr zur Auswahl. Wer es schaffte, 5 der Radmarathons zu absolvieren, der ist offiziell Finisher. Die Steigerung hierzu ist der Super-Finisher mit 10 gefahrenen Radmarathons der Serie.

Um erfolgreich abzuschließen, sind nicht immer nur trainierte Beine gefragt. Da die Veranstaltungen über die Bundesrepublik verteilt und die Startzeiten immer früh morgens sind, ist hiermit auch ein erheblicher zeitlicher und finanzieller Aufwand verbunden. Teilweise haben sich unsere Jungs für 3-4 Uhr nachts einen Wecker gestellt, um dann um 6 Uhr irgendwo im Ruhrgebiet an der Startlinie zu stehen und 8-10 Stunden Rennrad zu fahren.

Die 3 Säulen eines Radmarathons: Fahren …
… Verpflegen …
… Erholen bis zum nächsten Radmarathon.

Der Aufwand hat sich gelohnt, denn der SC Uckerath kann in diesem Jahr mit Michael Lüghausen, Christoph Tillmann und Mario Gaffke drei Finisher und mit Stephan Neuhausen sogar einen Super-Finisher vorweisen. Zur besseren Einordnung: bundesweit haben nur 85 Personen den BDR-Radmarathon-Cup erfolgreich beendet, 4 davon sind vom SCU.

Wertet man die gefahrenen Radmarathons unter den Finishern auf Vereinsebene aus, so belegt der SCU bundesweit hinter dem RSV Unna (30 Marathons) den 2. Platz (27 Marathons). Berücksichtigt man auch die Marathons der Nicht-Finisher (also Personen mit 4 oder weniger Marathons), belegt der SCU Platz 6 mit 29 Marathons. Am meisten Marathons wurden vom FC St. Pauli gefahren (44).

RTF & Stadtradeln

Von Schleswig-Holstein bis Bayern – die Radtouristikfahrten trieben uns auch in diesem Jahr wieder gut durch die Lande. Dabei kann man getrost sagen, je weiter weg von der Heimat, desto geringer war unsere Beteiligung. Vor der Haustür wurde dafür aber nicht gekleckert, sondern ordentlich geklotzt. Bei den Radtouristikfahrten unserer Freunde aus Buchholz, Lohmar und Hennef zeigten wir uns mit einer großen Anzahl Teilnehmenden. Bei den Hennefer Radsporttagen vom CITO konnte sogar ein RTF-Vereinsrekord von 24 Mitgliedern verzeichnet werden. Auch im Köln-Bonner Umland fand sich bei den Veranstaltungen (mehr als) eine Hand voll Teilnehmende zusammen und die Veranstaltungen in der Eifelregion wurden als absolute Leckerbissen für die Folgejahre vermerkt.

Selbstgemachte SCU Donuts als Motivation.

Beim Stadtradeln ging es auch in diesem Jahr darum, das Fahrrad als Fortbewegungsmittel für den Alltag sichtbar zu machen, es selber in den Alltag zu integrieren und sich für eine bessere Rad-Infrastruktur und Akzeptanz im Straßenverkehr einzusetzen. In 3 Wochen versuchten die Teams beim Stadtradeln möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurückzulegen. Der SC Uckerath belegte in der Kommune Hennef in diesem Jahr den 3. Platz (10.178 km), hinter der Gesamtschule Hennef (17.776 km) und dem Gymnasium Hennef (23.229 km). Das Ergebnis hätte deutlich besser ausfallen können, wenn eine größere Beteiligung im Verein stattgefunden hätte. Dabei hatte sich unser Mitglied Mario Arlitt schon als Anpeitscher versucht und mit selbstgemachten Donuts, für alle die mitmachen, geködert. Über den dritten Platz wollen wir aber definitiv nicht klagen. Mit Michel Tausendfreund, Ralf Nienaber und Mario Arlitt waren zudem drei unserer Mitglieder in der Top 10 der Einzelfahrer mit den meisten Kilometern.

SCU Charity

Tue Gutes und rede darüber. Definitiv ein zweischneidiges Schwert. Man muss nicht immer zwingend jede gute Tat an die große Glocke hängen. Andererseits sorgt man damit aber auch immer für zusätzliche Reichweite für eine gute Aktion und es besteht die Chance, dass sich andere Vereine, Unternehmen oder Personen daran beteiligen. Deshalb wollen wir an dieser Stelle auch noch kurz auf unsere Kleinspenden eingehen.

Bei unserer Mauer von Uckerath sammelten wir, wie auch schon im letzten Jahr, Spenden für das Sibilla Hospiz in Allner-Bödingen und rundeten die Spendensumme am Ende auf 100 € auf. Im Hospiz werden Menschen auf ihren letzten Metern im Leben palliativ begleitet.

Bei der Charity CTF vom RTC Mehlem nahmen wir nicht nur teil, sondern spendeten am Ende auch noch 100 € zusätzlich für den guten Zweck. Das Geld kam einer Einrichtung zugute, die ein tiergestütztes, heilpädagogisches Konzept für behinderte Kinder anbietet. Im konkreten Fall ging es dabei um ein Pony und das Motto „Auf dem Rücken eines Ponys hat jedes Kind 4 gesunde Beine.“.

Für die Kölner Klinik Clowns wurde bei der Charity RTF des SV Malefinkbach gesammelt. Neben einer nicht geringen Beteiligung an der Veranstaltung spendeten wir auch für diese Organisation zusätzliche 100 €. Die Kölner Klinik Clowns besuchen Kinder in Krankenhäusern und versuchen diesen die teils langen Aufenthalte so kurzweilig wie möglich erscheinen zu lassen.

Mit Vollgas ins neue Jahr

Ich denke du hast einen Eindruck von unserem Vereinsleben in 2024 und dem hinter uns liegenden Jahr bekommen. Es war gespickt mit Highlights und schönen Momenten, die wir in das vor uns liegende Jahr übertragen möchten. Unser geplantes Trainingslager in Heidelberg im April wirft schon seine Schatten voraus und auch bei der Mauer von Uckerath 2025 werden wir uns an weiterer Optimierung versuchen. Mit bisher 33 gelösten Breitensportlizenzen und 5 Rennlizenzen haben sich unsere Jungs und Mädels auch sportlich einiges vorgenommen. Es wird ein Jahr voller Herausforderungen und wir sind bereit diese im Massensprint zu nehmen. Auf geht’s!

SC Uckerath 1922 e.V. - Radsport
Right Menu Icon