Ab drei Mal ist es Tradition, sagt der Volksmund. In diesem Jahr veranstalteten wir zum dritten Mal unsere Radtouristikfahrt „Mauer von Uckerath“ und tragen damit unseren Teil dazu bei, dass organisierte Radevents von Vereinen für Vereine nicht aussterben.

Der SC Uckerath ist selbst Nutznießer. Zum Ende des Jahres werden es voraussichtlich über 50 verschiedene RTF oder Radmarathons sein, die von unseren Mitgliedern bundesweit besucht wurden. Daher gehört es für uns zum guten Ton, ebenfalls einmal im Jahr die Rolle des Gastgebers zu übernehmen. Und es ist uns jedes Jahr aufs Neue eine Freude.

325 Teilnehmende in diesem Jahr

Wer schon mal eine RTF organisiert hat oder sich etwas tiefergehend mit der Thematik beschäftigt hat, der wird wissen, dass es vor allem im Vorfeld eine Menge Arbeit ist. Es gibt eine Vielzahl von Stellschrauben, die eine gute RTF von einer weniger guten RTF unterscheiden. An alles muss man denken, in jedem Jahr gibt es Überraschungen auf die man flexibel reagieren können muss und auf manche Dinge hat man schlichtweg keinen Einfluss. Im letzten Jahr haben wir das schmerzlich zum ersten Mal feststellen müssen, als wir eher bescheidenes Wetter am Veranstaltungstag hatten und trotz Vorbereitungen mit viel Herzblut nur 144 Teilnehmende begrüßen durften.

In diesem Jahr meinte es das Wetter gut mit uns und so erwischte es erst zur Abreise die letzten Teilnehmenden mit einem Regenschauer auf dem Heimweg gegen 17 Uhr. Bis dahin hatten wir bestes Radfahrwetter, bei dem 325 Radsportfreunde auf die Strecken gingen. Zur Premiere im Jahr 2022 waren es über 400 und somit verpassten wir den angestrebten Teilnehmerrekord. Ob es eher an dem Termin rund um den Tannheimer Tal Marathon, Siegtal Pur und den Ferien gelegen hat, oder man sich das Vertrauen der Radfahrenden nach den schlecht sichtbaren Schildern bei der ersten RTF erst noch zurückgewinnen muss, ist unklar. Fakt ist, dass wir bei der Terminwahl auch Rücksicht auf andere ausrichtende Vereine in unserem Umfeld nehmen müssen. Das Vertrauen werden wir uns Jahr für Jahr schon erarbeiten. Da sind wir uns sicher, denn dieses Jahr war bereits ein sehr guter Start dafür.

Hervorragendes Feedback

Fast ausnahmslos hervorragendes Feedback erreichte uns vor, während und nach der Veranstaltung. Angefangen bei einer außergewöhnlichen Werbung, wie unserer kleinen „Mauer von Uckerath“, die das Jahr über bei anderen RTF im Start-/Zielbereich aufgebaut wurde, bis hin zum auch dieses Jahr wieder kreativen Werbevideo mit RTF-Teufel. Wohlwissend, dass wir ein gebrandmarktes Kind in Sachen Ausschilderung sind, lobten durchaus viele unsere gute Ausschilderung. Auch die jungen und gut gelaunten Leute, die super Stimmung, das sehr breite und hochwertige Angebot an Verpflegung unterwegs, sowie im Zielbereich, wurde in den Gesprächen von den Teilnehmenden hervorgehoben.

So manche waren begeistert von den fairen Preisen, zu denen Kaffee, Kuchen, Eis und Currywurst mit Pommes angeboten wurden. Auch die Startgebühr ist mit 5 – 9 Euro bei uns in Uckerath noch auf einem Niedrigpreisniveau, welches vor bereits 1-2 Jahren bei vielen anderen Veranstaltungen im Radsportbezirk Köln-Bonn-Aachen von anderen Vereinen angehoben wurde. Ganz offen wurde uns nahegelegt, dass wir bei dem, was wir bieten, durchaus mehr verlangen könnten. Das versteckte Kompliment für unsere Veranstaltung hat uns sehr gefreut.

Nicht zuletzt wurden, wie auch schon in den Vorjahren, unsere Strecken über den grünen Klee gelobt. Heimische Radsportfreunde zeigten sich überrascht, dass sie bestimmte Ecken noch nicht kannten. Auswärtige Radsportfreunde waren begeistert über die landschaftlich schöne Streckenführung im nordwestlichen Westerwald. Überrascht waren wir, als wir über unsere Pläne für 2025 sprachen. Sicherlich merkt man, dass wir versuchen, RTF zumindest an der ein oder anderen Stelle etwas anders zu denken als alteingesessene Vereine. Über Jahrzehnte ein und dieselbe Strecke ist uns zu langweilig, wenngleich es auch deutlich weniger Arbeit bedeutet. Doch unsere Offenheit über mögliche Streckenänderungen für das nächste Jahr zu sprechen, führten zu energischen Vetos bis hin zum Fast-Herzinfarkt im Teilnehmerfeld. „Nein! Das könnt ihr nicht machen!“ oder „Für diese Strecke würde ich nächstes Jahr auch mit der doppelten Fahrtzeit anreisen!“ waren nur zwei Reaktionen.

Wir haben es verstanden und werden versuchen uns die einzige „Kritik“, die uns in diesem Jahr erreichte, zu Herzen zu nehmen. Die bekannten, schlecht asphaltierten Abschnitte schauen wir uns nochmal gesondert an und versuchen diese zukünftig zu umfahren. Im Hintergrund arbeiten wir aber bereits an Alternativstrecken für irgendwann. Auch dann werdet ihr es nicht bereuen uns in Uckerath besuchen zu kommen, versprochen!

Ohne eure Hilfe nur Durchschnitt

Eingangs haben wir bereits die Arbeit im Vorfeld einer Veranstaltung wie der „Mauer von Uckerath“ angesprochen. In erster Linie haben damit wir als Verein zu tun, doch wäre ohne die Hilfe von Vereinsmitgliedern und deren Familien, Freunden oder Unternehmen dieselbe RTF nur Durchschnitt statt Weltklasse. Wir bedanken uns bei:

  • allen Helfenden, ganz gleich ob an den Kontrollstellen oder im Zielbereich.
  • Dirk Mülln (EDEKA) für das dritte Sponsoring in Folge. Die durch die Bank weg gelobte und abwechslungsreiche Verpflegung wäre ohne unseren Markt in Uckerath nicht möglich.
  • Strack & Walterscheid GbR für das erneute zur Verfügung stellen der Parkflächen. Wir haben volles Verständnis dafür, dass bei der Nässe der Vortage die Wiese nicht mehr gemäht werden konnte und uns daher kurzfristig nur der Schotterparkplatz zur Verfügung stand. Das Hotel Landsknecht ist uns freundlicherweise zur Seite gesprungen und hat deren Parkflächen im Dorf ebenfalls für unsere Teilnehmenden angeboten, sodass alle einen Platz gefunden haben dürften. So geht Zusammenhalt im Dorf!
  • der evangelischen Kirchengemeinde in Mehren, die Dahs Tore GmbH aus Hemmelzen und den Sportfreunden Neustadt (Wied). Bei der Kneipe Heydorsch in Puderbach und dem Metallverarbeitungsunternehmen GMM mbH in Oberpleis. Dort überall durften wir in diesem Jahr unentgeltlich unsere Kontroll- und Verpflegungsstellen eröffnen. Vielen Dank für das Vertrauen.
  • allen, die gespendet haben. Auf Anregung unseres ehrenamtlichen Fotografen, Alfred Heimermann, haben wir ein Spendenschwein an der Kuchentheke aufgestellt. Wenn nicht passend bezahlt und gesagt wurde „Stimmt so“, haben unsere Mädels an der Kuchentheke das Restgeld ins Spendenschwein geworfen. Gesammelt wurde für das Sibilla Hospiz. Es kamen 69,10 € zusammen, welche wir als Verein auf 100 € aufgerundet und an die Einrichtung überwiesen haben.
  • allen Teilnehmenden. Ihr habt dazu beigetragen, dass die „Mauer von Uckerath“ in diesem Jahr wieder ein Radsportfest war. Wir würden uns freuen euch auch im Jahr 2025 wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Sagt es allen euren Radsportfreunden weiter. Uckerath ist immer eine Reise wert!

Die Fotos von Alfred Heimermann, Marina Tillmann und vereinzelten SCU Mitgliedern könnt ihr euch hier ansehen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Durchsehen der vielen Bilder. Die Fotos sind in einer reduzierten Auflösung auf unserer Webseite hochgeladen. Falls Interesse an der Original-Auflösung bei dem ein oder anderen Foto besteht, schreibt uns einfach eine kurze E-Mail an rennrad@sc-uckerath.de.

SC Uckerath 1922 e.V. - Radsport
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